Aktuell

TEILNAHME an der 

LANGEN NACHT DER GALERIEN UND

MUSEEN IM BAROCKVIERTEL

Freitag 27.05.2016 / 18 – 24 UHR

 

 

    Berge versetzen

SUSANNE KESSLER
BIRGIT SCHUH
BRIGITTE SCHWACKE
PATRICIA WESTERHOLZ

kuratiert von
ELLY BROSE-EIERMANN

 

Ausstellung: 09.04. – 29.05.2016

geöffnet Fr – So von 15 – 18 Uhr, Do 16 – 20 Uhr
und nach Vereinbarung

 

GALERIE URSULA WALTER
Neustädter Markt 10 – Am Goldenen Reiter -
01097 Dresden

 

susanne-kessler-jerusalem--6-Susanne Kessler, 2015, Jerusalem, Installation (Detail)

 

Birgit Schuh_Kristallmodelle_FotosLisaStagge - HPBirgit Schuh, 2015, Kristallmodell, Tusche, Proteinlösung, Coomassie, Gelfilm, Foto: Lisa Stagge

Brigitte-Schwacke,-Foto-Tom-Faehrmann

Brigitte Schwacke, 2010, Horizont, legierter Draht, Installation (Detail), Foto: Tom Fährmann

 

_DSC4415-Bearbeitet-3Patricia Westerholz, 2016, Bunker, Reinhardtstraße 20, Papierschnitt, Foto: Andreas Kempe

 

 

 

  Berge versetzen

Berge versetzten“ kann viel bedeuten, doch in erste Linie heißt es Grenzen zu überwinden, Risiken einzugehen und neue Wege zu beschreiten. Dies erfordert ein hohes Maß an Selbstreflexion, Flexibilität und Offenheit für Unkonventionelles. Wer Berge versetzten möchte muss neugierig sein, die richtigen und manchmal auch die falschen Fragen stellen, aber vor allem braucht es Mut.

BIRGIT SCHUH beschäftigt sich in ihrem Langzeitprojekt „Triangulierung“ mit der königlich- sächsischen Landvermessung im 19. Jahrhundert und zeigt so künstlerisch die Transformation des Landschaftsraumes. Susanne Altmann hat diese Arbeit im Katalog „Das Gedächtnis des zukünftigen Materials“, 250jähriges Jubiläum der TU Bergakademie Freiberg, als einen „Seiltanz zwischen ästhetischer Attraktivität und naturwissenschaftlicher Relevanz“ beschrieben.

PATRICIA WESTERHOLZ zeigt in ihren Papierschnitten zu den Doppeltreppen des NS-Bunkers in Berlin-Mitte und einer gotischen Stuckdecke auf eine ganz eigene Art und Weise ihr Interesse für das Dazwischen und den speziellen „Blick von oben“. Somit erweitert sie zum einen die Dimensionen von Oben und Unten und zum anderen eine kalkulierte Transformation von Raum und Material.

BRIGITTE SCHWACKES Plastiken wurden von der Direktorin der Mannheimer Kunsthalle, Ulrike Lorenz, als “ein Ausloten von Grenzbereichen zwischen den Gattungen“ beschrieben und somit die Sensibielisierung des Publikums für Zwischenzonen. Durch die Verwendung divergenter Materialien und der besonderen Raumausnutzung erzeugt sie „fragile Schnittpunkte“.

SUSANNE KESSLER entwickelt ihre Arbeit in der Galerie, wobei es sich um eine Installation handeln wird, die sich im Vierklang auf vier Grundpfeiler stützt: WIR – ARCHITEKTUR – NATUR – KUNST. Raimund Stecker schrieb: „Sie befinden sich in einer architektonisch geschaffenen Situation, die durch Gewächse, durch Natur aufgebrochen wird und, durch die Installation von Susanne Kessler, durch Kunst“.

Unabhängig von den erkennbaren Schnittmengen der vier künstlerischen Positionen generieren sich Auffassung und Interpretation jeder Einzelnen unterschiedlich. Somit bleibt es ein Spannungsprozess, der sich erst zur Ausstellungseröffnung im April auflöst.

Mit dieser Gruppenausstellung setzt die Galerie Ursula Walter erneut ihre Programmpunkte um: über- und regionale Vernetzung, Präsentation (in Dresden) noch weitgehend unbekannter künstlerischer Positionen und inhaltlich kuratierte (Gruppen-) Ausstellungen.

Elly Brose-Eiermann 


Gefördert von:
Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz
Kulturstiftung des Freistaates Sachsen